Freitag, 22. Juni 2012 – um 20:30 Uhr
„NICHTS IST BESSER ALS GAR NICHTS“ ein Dokumentarfilm von Jan Peters, 2010, 89 min

Im November 2010 brachte Filmtank den Dokumentarfilm NICHTS IST BESSER ALS GAR NICHTS ins Kino. Der Film zeigt eine Arbeitsgesellschaft im Wandel, in der ein wachsender Teil der Bevölkerung Zuflucht zu „selbständigen Tätigkeiten“ nehmen muss. In NICHTS IST BESSER ALS GAR NICHTS sehen wir Menschen, denen es mit Ideenreichtum, Geduld, Witz und viel Mühe gelingt, sich trotz verschärfter Bedingungen irgendwie durchzuschlagen.

anschließend „ZERO
von Stephan US, Archiv des Nichts,
40 min

Ort: geh8 Kunstraum und Ateliers e.V.
Gehestraße 8 / 01127 Dresden
ausserdem: Suppe und Drinks
EINTRITT FREI

23.Juni 2012 – Stadtspaziergang mit Persectures

14 Uhr  – Beginn Treffpunkt: Altpieschen (Haltestellen der Linien 4, 9 und 13)

„All It Needs For Nothing“
Anna Schimkat (Leipzig)
Ort: Altpieschen

Die installative 4-Kanal-Klangintervention All It Needs For Nothing wird  mit ihrem experimentellen Aufbau versuchen den Klang des öffentlichen  Raumes zu verändern um damit zu einem nichts beinhaltenden Erlebnis von  Raum zu führen. Im Verlauf des Experimentes wird eine der Tradition J. Cage´s folgende  zufällige Kombination von rauschenden Klängen, wie der konstanten  Amplitude des weißen Rauschen, oder Tönen, welche das Gehirn mit ihrer  Wellenlänge direkt ansprechen auf dem Platz dem  klingend-lärmenden Stadtraum entgegengesetzt.  Stille kann im rauschenden Spektrum wahrgenommen werden und Rauschen wird mit Rauschen gleich und dagegen gesetzt.

14:30 Uhr – alpha et (Dresden)

Höhe Fußgängerbrücke Elbradweg

15 Uhr – Stimme: Walburga Walde & Flöte/Sounds: Steffi Grunzel (Dresden)
Ort: Robert-Matzke-Str

ZU LITANY FOR THE WHALE: Stimme, Geräusch und Ton verdichten sich so sehr, dass klangliche Flächen  entstehen, vergleichbar einem „Klangmeer“, bei welchem der Zuhörer  angehalten wird, tiefer einzutauchen und ganz nach Cage’s Stille –  Definition, die Existenz und flexible Dynamik des Klanges wahrzunehmen  und evtl. in Frage zu stellen. Der Fokus auf das klangliche Hören rückt  hier also mehr in den Vordergrund.

15:30 Uhr – Torsten Birne, Kunsthistoriker / Kurator (Dresden)
Nichts und Nutzen – eine Spurensuche
Ort: Robert-Matzke-Str

Nichts ist ArchitektInnen ein Greuel. Da zücken sie den Bleistift oder fahren  das CAD-Programm hoch. John Cage wusste es besser: auch wo Nichts ist,  ist schon Etwas.

16 Uhr –  Thomas Kemnitz (Berlin)
Nichts als Orte – das Virtuelle Museum der Toten Orte, vimudeap.de, und seine Folgeprojekte
Ort: Ehemalige Munitionsfabrik – Riesaer Str.

Ein vorgefundener nicht-genutzter Gebäudekomplex mit seinen lichtlosen Räumen ist Ausgangspunkt für eine fotografische Kurzperformance. Die Form des Raumes kann sich für einzelne Tausendstelsekunden auf der Netzhaut der TeilnehmerInnen abbilden. Die lichtsammelnden Eigenschaften des fotografischen Aufnahmemediums fügen ihn zum Bild-Raum. Der nicht-genutzte, nicht-sichtbare Ort wurde in einen Toten Ort transformiert. »Tote Orte sind im Internet gespeicherte digitale Bilder von Architekturen, die jeglichen Verwendungszweck verloren haben und dennoch weiter existieren – ungeachtet gesellschaftlicher und sozialer Veränderungen.« Diese Definition ist für Thomas Kemnitz seit 1996 Ausgangspunkt für verschiedene Projekte zum Thema.

16:45 Uhr PAUSE in der Spätbibliothek mit Tee, Kaffee und Kuchen

17:15 Uhr – Stefanos Kourtis (Dresden)
„Vacuum vs Nothing“
Ort: Spätbibliothek

A short tale about the quest to grasp concepts beyond human experience (and why failing it is so important).

17:45 Uhr – Therese Wielepp, Tanz & Stefan Kunath und Cornelius Uhle, Stimme (Dresden)
„Meditationen über das ‚Nichts“
Ort: Grünfläche vor der Markuskirche

Eine  Kirche, davor eine kleine angelegte Grünfläche. Beides lädt ein zum verweilen und innehalten, zum meditieren. Meditationen, in vielen  Religionen alltägliche Praxis, mag für den modernen Menschen eher eine  ungewohnte, unangenehme Stille sein. Konzeptimprovisation zu Stille,  Meditation und Nichtstun. In Kooperation mit den Sängern Stefan Kunath  und Cornelius Uhle – Inspirationen aus ‚Songbooks‘.

18:00 Uhr – elffriede i.A. (Wien) & Thekla Rickert (Berlin)
„von nichts kommt nichts“
Ort: Coloradio auf UKW 98,4 und 99,3 MHz

sich aus dem aktionszwang befreien, erstmal nichts, das eigentlich gar nicht nichts ist sondern etwas. so kommen wir nicht als nichts, sondern als  jemand und sind nicht im nichts, sondern in einer umgebung die  zwangsläufig einfluss auf uns nimmt. darauf kann wiederum  eine reaktion  oder eineaktion folgen. nichts zu tun wäre eigentlich gar nicht  möglich.

18:35 Uhr – A. Ehlers, Sprache-Geist-Forschung (Hamburg)
NICHTS  ENTWINDET SICH ODER DOCH/NICHT? WIE VERWINDEN WIR DIE SPALTUNG, WENN SIE NICHTS SCHUF? FRAGEN JENSEITS DER LEERE, ÄHNLICH BLITZEN, DIE NUR  EINMAL LEUCHTEN
Ort: Hinterhaus Bürgerstrasse

19:30 Uhr – Alexander Berg (Dresden)
Die Philosophie des Nichts oder das philosophische Nichts
Ort: Text & Dialog

20 Uhr – DONNERSTAG (Dresden)
„Eine halbe Stunde Nicht-Musik“
Ort: Brix, Eisenberger Straße 9

Wann  wird aus Klang, Zeit und Ordnung das was wir unter Musik verstehen? Die  Veranstaltungsreihe DONNERSTAG präsentiert an einer Hörstation eine  Auswahl freier Produktionen, die eins gemeinsam haben: vielleicht nicht  mehr – oder noch nicht – oder einfach NICHT Musik sind.

Playlist:

  1. Artist: Marcus Maeder
    Track: zenta
    Album: this ship in trouble
    Label: domizil (http://domizil.ch)
  2. Artist: Jon Eriksen
    Track: Echosmasher
    Album: In Chrome
    Label: Bruit (offline)
    http://soundcloud.com/jon-eriksen/echosmasher
  3. Artist: Igor Ballereau
    Track: Incerto tempore incertisque locis – IV
    Album: Shsk’h Vol.01 – Igor Ballereau
    Label: Shsk’h (http://www.shskh.com)
  4. Artist: Oskar Hallbert
    Track: saturday
    Album: Sids Appartment
    Label: rainmusic (http://rainmusic.free.fr)
  5. Artist: tehn
    Track: endof
    Album: tomorrowperhaps
    Lablel: ohne Label (http://nnnnnnnn.org)
  6. Artist: Matthieu Choux
    Track: Yamatsuki Ichiban (Op. 1)
    Album: Deux Pièces
    Label: petcord (http://www.petcord.com)
    Download: http://archive.org/details/pc0311-04
  7. Artist: Makunouchi Bento
    Track: Usa farmaciei 8
    Album: Balada unui creier mic
    Label: arhiva7 (http://arhiva7.ro)
    Download: http://archive.org/details/arh008_Makunouchi_Bento_-_Balada_unui_creier_mic
  8. Artist: The Rabbits
    Track: Quick Make It Stop
    Album: Greatest it
    Label: wmrecordings (http://www.wmrecordings.com)
    Download: http://archive.org/details/WM105

20:30 Uhr –  Thomas Kemnitz (Berlin)
Nichts als Orte – das Virtuelle Museum der Toten Orte, vimudeap.de, und seine Folgeprojekte
Im zweiten Teil seiner Pesecture wird er sowohl das entstandene Bild als auch das Projekt »Virtuelles Museum der Toten Orte« (vimudeap.de) vorstellen.
Ort: geh8

anschließend Ausklang in der geh8 mit Essen und Drinks

Installationen:

Alwin Weber (Dresden)
„threshold region“

An verschiedenen Orten im Stadtraum verteilt warten kleine elektronische Audiosysteme auf die Überschreitung des Schwellwerts. Interaktive Audioinstallation von Alwin Weber.

Anna Schimkat (Leipzig)

„All It Needs For Nothing“
geöffnet: 14  – 20 Uhr
Altpieschen, Platz des Eiswagens vor dem Elbecenter (VVO, Post, Brunnen)

Sonntag, 24. Juni 2012
„nichts machen“ – mit Musik
ab 14 Uhr
Ort: geh8 Kunstraum und Ateliers e.V.
Gehestraße 8 / 01127 Dresden

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